Rückblick – Intel funktioniert, Nestle wird eingebucht
Im zweiten Teil unseres Rückblicks auf die hier vorgestellten und im September fällig gewordenen Papiere fällt die Bilanz gemischt aus. Das Bonus Pro Zertifikat auf einen Nahrungsmittelhersteller aus der Schweiz verfehlte die Erwartungen, der Capped Bonus auf einen US-Chiphersteller wurde zum Höchstbetrag zurückgezahlt.
DZB
30.09.2026 · 12:35 Uhr
Als wir Mitte 2024 (Marktidee vom 5.6.24) das währungsgesicherte Bonus Pro Zertifikat auf Nestle besprochen haben, hatte die Aktie von ihrem Anfang 2022 markierten Hoch gut ein Viertel an Wert verloren. Die für die Rückzahlung maßgebliche Barriere lag mit gut 85 CHF zudem noch mal gut 13 Prozent unter dem damaligen Aktienkurs. Weil diese Kursmarke nur am Ende der Laufzeit relevant war, war es zunächst auch nicht so schlimm, dass der Kurs im Tief bis auf rund 70 CHF fiel. Zumal sich seit Anfang 2025 eine Bodenbildung abzeichnet, die auch heute noch in vollem Gange ist.
Vor gut zwei Monaten stieg Nestle sogar kurzzeitig über die Barriere. Allerdings konnte dieses Niveau nicht bis zum Ende gehalten werden. Am finalen Bewertungstag (21.9.) notierten die Schweizer bei 77,10 CHF, wodurch die Zahlung des Bonusbetrags verpasst wurde. Stattdessen haben Anleger acht Nestle-Aktien sowie eine Restzahlung von 25,95 Euro erhalten. Zu diesem Stichtag bedeutete das einen Buchverlust von gut 27 Prozent. Die Aktie verlor im selben Zeitraum knapp 22 Prozent. Die Idee ist hier also leider nicht aufgegangen, auch wenn die Verluste durch die Einbuchung der Aktien nicht zwingend realisiert werden mussten.
Ganz anders lief es bei dem vor einem Jahr (Marktidee vom 24.9.25) hier vorgestellten Capped Bonus Zertifikat auf Intel. Der Aktienkurs kletterte vom ersten Tag an, sodass die dauerhaft aktive Barriere niemals in Gefahr geriet. Bis zum Ende der Laufzeit hat sich der Intel-Kurs nahezu vervierfacht. Die Performance des Zertifikats konnte da zwar nicht mithalten, investierte Anleger durften sich aber über einen Gewinn von gut 26 Prozent und vor allem über ein sehr entspanntes Investment freuen. Weil der Euro/Dollar-Kurs auf Jahressicht etwas gefallen ist, gab es von dieser Seite her sogar noch einen kleinen zusätzlichen Performance-Beitrag. Der maximale Ertrag bei stabilen Wechselkursen hätte gut 23 Prozent betragen.
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